Dafür brauchen wir Deine Spende

„Warum kostet es was?“

Wir freuen uns, wenn uns jemand diese Frage stellt. Denn dann können wir über unsere Arbeit erzählen und sie transparenter machen.

Vorher hätten aber wir eine Frage: Würden wir aufrufen, sich an Spenden für den Umbau einer Kinderkrebsstation zu beteiligen, würde man dann genauso „Warum kostet das was?“ fragen? Oder wäre es in dem Fall ganz normal, dass Architekten, Handwerker, Maler für ihre Tätigkeit bezahlt werden, dass Wandfarbe gekauft und Möbel erworben werden? Würde jemand erwarten, dass auf einen Großteil des Honorars verzichtet wird, weil es ja für einen guten Zweck ist?

Warum uns Wertschätzung wichtig ist
Wir möchten die Menschen, die so umsichtig dafür Sorge tragen, dass sich die Krebspatientinnen und Patienten schön finden, dafür entlohnen. Denn sie tun es nicht "mal", sondern regelmäßig und häufig.
 

Über 500 Teilnehmerinnen und ca. 50 Teilnehmer waren in den letzten fünf Jahren bei uns. Die Termine sind meistens Sonntags, nicht selten zweimal im Monat. Oft sind bei insgesamt maximal 6 Teilnehmerinnen zwei Fotografen anwesend, dazu mindestens 3 - 4 Make-up Artists, so dass jede Patientin in einem sehr persönlichen Rahmen betreut und beraten wird. Dies alles befindet sich jenseits von Massenabfertigung. Man nimmt sich Zeit für intensive Gespräche, für Wünsche und Ideen.

Es ist ein kleines, festes Team, dass sich hier trifft. Die Frauen, die für „Nana - Revover your smile e.V.“ schminken, tun dies mit Liebe und Herz. Nicht, um Geld zu verdienen oder um berühmt zu werden. Ihre Namen und die der Fotografen werden bei den Fotos nicht mal erwähnt, Absender der Bilder ist immer der Verein. Sie tun es, weil sie Freude daran empfinden, die strahlenden Gesichter im Spiegel und hinterher auf den Fotos zu sehen. Sie tun es mindestens einmal im Monat, eher zweimal, zudem auf Kongressen und bei Events, zu denen wir eingeladen werden. Für einen solchen Tag ein Honorar von 50 € zu erhalten, ist ein symbolischer Betrag. Für einen normal bezahlten Arbeitstag würden sie ein Vielfaches berechnen können.

Nicht anders verhält es sich bei den Fotografinnen und Fotografen. Statt der üblichen Preise von 400 € bis zu ein paar tausend Euro, die ein Shooting kosten kann, erhalten sie 100 €. Dafür fotografieren sie pro Patient mindestens 50 - 60 Bilder, schicken diese per Mail an die betreffenden Personen und bearbeiten davon nochmal drei ausgewählte am Computer. Für je 10 € das Stück.

Wer jemals größere Datenmengen an Menschen verschickt hat, weiß, was das an Arbeit heißt. Fotos sortieren, zuordnen, hochladen, versenden, auf Antwort warten, ändern, mailen, auf Antwort warten, archivieren.

Nun die Frage zurück: Warum sollte jemand all das dauerhaft umsonst machen?

Noch nicht aufgezählt sind die laufenden Kosten. Flyer und Plakate für onkologische Stationen, um auf unser Angebot aufmerksam zu machen. Miete für Räume, Strom, Wasser. Hier kommt man uns schon maximal entgegen, dennoch verlangen Vermieter zumindest die Verbrauchskosten. An den Nachmittagen stehen allen Getränke und Kleinigkeiten zum Naschen zur Verfügung. Und schließlich möchten wir den Damen ein Päckchen mit Make-up Utensilien mitgeben, um das Gelernte zu Hause umzusetzen.

Wofür wir alles kein Geld ausgeben

Laut Richtlinen des "Spendensiegels des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen" dürften bis zu 30 Prozent der Spendeneinnahmen für Verwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit verbraucht werden. All das tun wir nicht. Unsere „Büros“ sind private Büros.
Wir schalten keine große Werbekampagnen, buchen keine Plakatwände und schicken keine bezahlten Promotionteams auf die Straßen, um Passanten zum Unterschreiben eines Mitgliedsantrages zu überreden.

Lediglich die bereits erwähnten Flyer, ein paar Buttons, Kugelschreiber und Puderdosen haben wir bisher produzieren lassen. Fast die gesamte Pressearbeit wird ehrenamtlich geleistet. Zu Beginn wurde in die Herstellung dieser Website investiert und punktuell mal Filmtätigkeit mit einer kleinen Aufwandsentschädigung vergütet. Manchmal erwerben wir noch eine neue Perücke oder etwas an Ausstattung. Und wir legen die korrekte Bearbeitung unserer Finanzen einer Fachkraft im Haus des Stiftens in die Hände, wofür ebenfalls etwas an Gebühren anfällt.

All das ist weit entfernt von 30 Prozent Verwaltungskosten.

Unser Vereinszweck: Schminken und Fotografieren
Unter dieser Maßgabe wurde der Verein gegründet, dies war Nanas Wunsch und Vision: Krebserkrankten Menschen ein neues Gesicht zu zeigen. Ihnen die Schönheit zurück zu schenken. Und das auf Dauer. Denn die Fotos, die entstehen, halten mehr fest als den Augenblick.

Sie machen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Stars.
Das Gesamtkonzept von perfektem Make-up, passendem Accessoire, idealem Licht und professionellem Fotografen ermöglicht Bilder, die verzaubern, beeindrucken, begeistern, verblüffen, berühren. Die auf Leinwänden in Wohnzimmern hängen, in kleinen Fotobüchern in Handtaschen immer dabei sind, Facebook Profile schmücken, Artikel in Zeitschriften bebildern.

Als Erinnerungsfotos auf Sterbebildern und Grabsteinen zu sehen sind.

Ja, es sind Fotos, für manche vielleicht „nur“ Fotos. Aber es sind Bilder, die so viele Geschichten erzählen.

Und nein, wir retten keine Leben. Aber wir retten Erinnerungen. Erinnerungen an harte Zeiten im Leben. Erinnerungen an Menschen, die man sehr geliebt hat.

Wenn Ihr uns dabei unterstützt, können wir das noch ganz lange tun.

Danke für die Zeit und fürs Lesen!

Eurer Team von Nana - Recover your smile e.V.